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Briefe gegen das Vergessen

Unabhängig von den laufenden Kampagnen lanciert AI weltweit Briefappelle gegen Menschenrechtsverletzungen. Diese «Briefe gegen das Vergessen» sind die ursprünglichste Aktionsform von AI. Schreiben Sie zu den aktuellen Fällen, die Sie auf der Homepage www.amnesty.ch finden.

Wie formulieren?
Sie können im Prinzip den vorgegebenen Text übernehmen. Wenn Sie Zeit haben, den Brief um kurze persönliche Angaben zu Ihnen als AbsenderIn zu ergänzen - umso besser.

Amnesty-Appellbriefe sind nach folgenden Gesichtspunkten verfasst:

Höflichkeit: Die Formulierungen sind sehr formell gehalten. Regierungen und Behörden reagieren erfahrungsgemäss schlecht auf anklagende oder verurteilende Briefe. Ziel des Briefes ist die Verbesserung der Situation des / der Gefangenen.

Politisch neutral: Es werden nicht Machtverhältnisse kritisiert oder politische Systeme ideologisch bewertet. Amnesty International äussert sich nicht zu politischen Systemen, sondern verlangt von ihnen lediglich, dass sie ihren BürgerInnen den Schutz der Menschenrechte gewähren.

Bezug auf internationale Konventionen: Die Forderungen orientieren sich zumeist an internationalen völkerrechtlichen Abkommen.

Sprache: Wenn Sie eine Weltsprache verstehen, ist es prinzipiell besser, in dieser (Englisch) zu schreiben. Aber auch wenn Deutsch in den meisten Fällen von den Adressaten nicht verstanden wird, können Sie in Deutsch schreiben, da es ein Brief von Ihnen ist, verfasst in der Sprache, die Sie verstehen.

Praktische Hinweise
Wenn Sie per Fax nicht durchkommen, versuchen Sie nicht zu lange: Faxgeräte können ausgeschaltet werden, Verbindungen überlastet sein.

Schicken Sie Ihren Brief per Post. Schicken Sie eine Kopie Ihres Briefes an die Botschaft des adressierten Landes. Mit diplomatischen Vertretungen steht AI auch sonst gelegentlich im Kontakt zur Menschenrechtssituation im jeweiligen Land. Es kann vorkommen, dass Sie Antwort auf Ihren Brief erhalten. Wir sind daran interessiert, eine Kopie dieser Antwort an folgende Adresse zu erhalten:

                                                               Amnesty International «Briefe gegen das Vergessen»
Postfach 3001 Bern

Eine Kopie Ihres eigenen Briefes brauchen Sie uns nicht zu schicken. Amnesty International ist kein Fall bekannt, bei dem jemand aufgrund von Appellbriefeschreiben bei Reisen oder Visumsanträgen Schwierigkeiten bekommen hat.



Kontakt: info@amnesty-luzern.ch