Briefmarathon: Mach mit!

briefmarathon 2011

 

briefmarathon 2011

 

 

Rising food prises

http://www.youtube.com/watch?v=nxJEwC38Wsc

Gedanken zum Tag der Menschenrechte

Während Sie diesen Satz lesen, ist ein Kind an Armut, Hunger und Krankheit gestorben; alle fünf Sekunden stirbt ein Kind, das leben könnte, wenn es Zugang zu sauberem Wasser und Nahrung hätte. Nun, dieser Satz ist nicht neu und wird leider auch nächstes Jahr noch stimmen.
Besondere Tage beunruhigen unser Gewissen. Nennen wir sie Erinnerungstage. Der Menschenrechtstag ist so einer. Er veranlasst uns vielleicht dazu, ein Stück Kuchen oder eine Kerze zu Gunsten einer Organisation zu kaufen, die sich für die Rechte aller Menschen einsetzt. Amnesty International zum Beispiel. Gut so, aber genügt das?
Eben nicht! Gefragt ist ein bisschen Nachdenken.
Nachdenken darüber, dass wir zu den Privilegierten gehören, für die Menschenrechte wie das Recht auf Leben, die Meinungsfreiheit, das Recht auf Bildung, die Informations- und Reisefreiheit, das Recht auf Nahrung etc. Selbstverständlichkeiten sind. Die Mehrheit der Menschen auf dieser Welt muss täglich um diese Rechte kämpfen: Im Amazonas wehren sich die Indios für ihren Wald; in Somalia geht es ums nackte Überleben oder im Tibet um die eigene Identität.
Oder Nachdenken über Menschenrechte vor unserer Haustür. Kein Problem? Was meint eine Alleinerziehende am Existenzminimum dazu? Oder ein IV-Bezüger, der durch ein politisches Wunder über Nacht gesund geworden ist und keine Arbeit findet?
Schätzen und nutzen wir die uns zugestandenen Menschenrechte auch, z.B. das Selbstbestimmungsrecht? Die Hälfte der stimmberechtigten Schweizer hat kürzlich nicht gewählt und folgte offenbar dem Slogan „Ohne mich, die machen sowieso was sie wollen“. Diese abstinente Hälfte verzichtet so freiwillig auf ein Menschenrecht mit dem sie bestimmen könnte, dass Politiker gegen Armut und Hunger vorgehen oder soziale Ungerechtigkeiten beheben, bevor sie Milliarden von Franken für unsinnige Rüstungsbeschaffungen beschliessen.
Denn Menschenrechte sind kein Geschenk, sondern in Freiheit erworbener Besitzstand. Und wer nicht weiss, was er besitzt, weiss nicht, was er verliert.


Auf die Freiheit!» - 50 Jahre Amnesty International

Amnesty hat am 28. April den fünfzigsten Geburtstag. Wir haben einen Stand am Mühleplatz von 10.00 Uhr bis 15.00Uhr.

Feiern Sie mit!

Die Muschel

Am 19. Juni ist Weltflüchtlingstag. Irgendwie ein gewöhnlicher Tag, ein Alltag. Millionen von Flüchtlingen sind gerade jetzt unterwegs, auf der Flucht vor Leid, Schmerz, Unterdrückung und Hunger. Alle hoffen auf eine bessere und gerechtere Zukunft an einem Ort, wo es Arbeit und Essen gibt, wo die Angst nicht jeden Tag zu Besuch kommt. Ihre Not ist stärker als die Furcht, ihr Haus und die gewohnte Umgebung zu verlassen. Das muss man sich mal vorstellen. Eben das können wir nicht. Oder hilft etwa die folgende deprimierende Fantasie: Die halbe Schweiz steht unter Wasser: das Trinkwasser ist mit Ölrückständen vergiftet, selbst die kleinsten Betriebe stehen still, die Supermärkte sind ausgeräumt,  - Hunger – die Schulen sind geschlossen, die Spitäler überfüllt. Es könnte auch ein Kernkraftwerk lecken, mit demselben Resultat. Die Schweizer rennen um ihr Leben, nach Norddeutschland oder Skandinavien. Ein unwahrscheinliches Szenario? Die Katastrophe ist unwahrscheinlich – bis sie hier ist! In einer Ecke der Welt ist die Katastrophe jeden Tag da. Im Nigerdelta zum Beispiel, das etwa der Grösse der Schweiz entspricht, haben globalisierte Unternehmen Erde und Wasser verseucht und den Menschen die Lebensgrundlage entzogen. Schaffen es diese Menschen bis an den Rand der Festung Europa, werden sie als Wirtschaftsflüchtlinge zurückgewiesen. Ein paar tausend Tunesier sind auf Lampedusa gelandet, wenn sie nicht im Meer ertrunken sind. Alarm! Das Schengen-Abkommen soll rückgängig gemacht werden, damit ja keine Flüchtlinge zu uns kommen. Italien, Frankreich, Dänemark sind Vorbilder und schliessen sich ab. Das wollen wir auch, rufen bei uns die Rechten und die Selbstgerechten. Dass das arme Tunesien unterdessen über hunderttausend Flüchtlinge aufgenommen hat, kümmert keinen. Wir sind wir und die andern haben eben Pech. Die Muschel Europa schliesst sich. Dass die Muschel sich immer wieder öffnen muss, will sie überleben, wissen allenfalls ein paar Biologen.

www.amnesty.ch

www.romerohaus.ch

www.stattkino.ch

www.fluechtlingstag.ch

Online Aktionen

www.debbiemilke.com


www.romerohaus.ch

Veranstaltungen: Was läuft?

Erfolge von Amnesty!

http://www.amnesty.ch/de/aktuell/goodnews

 

Helfer und Helferinnen in Luzern gesucht!

Luzerner Asylnetz
Landschaustr. 27
6006 Luzern
info@asylnetz.ch

Mittagstisch für abgewiesene AsylbewerberInnen

Die Schweiz ist noch unwirtlicher geworden für AsylbewerberInnen. Seit dem 1. Januar gilt das verschärfte Asylgesetz, das abgewiesenen AsylbewerberInnen nur noch 10 Franken pro Tag in Lebensmittelgutscheinen zugesteht, und die bekommen sie nur nach einem wahren Spiessroutenlauf von der Polizei zum Amt für Migration und zum Sozialamt. Die Notschlafstelle ist tagsüber geschlossen, und so stehen sie auf der Strasse, mit ein paar Lebensmittel-­gutscheinen in der Tasche – im reichsten Land der Welt.

Das Luzerner Asylnetz will dieser unwürdigen Situation nicht tatenlos zusehen und bietet abgewiesenen AsylbewerberInnen im Treffpunkt „Stutzegg“ an der Baselstr. 75 ein einfaches warmes Mittagessen und die Möglichkeit für Kontakte mit SchicksalsgenossInnen und mit den Köchen und Köchinnen und BesucherInnen. Der Mittagstisch ist offen zwischen 11 und 14 Uhr.  Falls er sich als wirkliches Bedürfnis erweist, werden wir an weiteren Tagen Mittagstische anbieten.

Wer ist bereit, als freiwillige Köchin oder als freiwilliger Koch in der Stutzegg am Herd zu stehen – einmal wöchentlich oder einmal alle zwei oder drei Wochen?
Besondere Kochkenntnisse braucht es nicht, wichtiger ist die Motivation, sich mit Offenheit auf die Gäste einzulassen.

Bitte meldet Euch bei der Koordinatorin der Einsätze: Martha Lischer, Tel 041-360 41 71, ma.lischer@freesurf.ch oder bei Alma Noser, 041 – 420 11 75, anoser@tic.ch

 

Amnesty aktuell!

http://www.amnesty.ch/de/aktuell

mehr>>www.queeramnesty.ch

 

Kontakt: info@amnesty-luzern.ch